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Um den geplanten KfW40-Energiestandard einhalten zu können, brauchen wir Fenster mit einem Gesamt-U-Wert von 0,8. Das bedeutet die Verwendung hochwertiger Dreischeiben-Verglasung und ist schon einmal von Haus aus teuer. Insbesondere für die große Glasfront im Erdgeschoss stellte sich jetzt die Frage, ob die aus designerischer Sicht wünschenswerte rahmenlose Verglasung technisch und pekuniär für uns in Frage kommt. Wir hatten bereits seit einiger Zeit ein Fensterangebot vorliegen, das unser eigentlich schon großzügig bemessenes Fensterbudget nochmals überschritt und ausschliesslich aus gerahmten Fenstern bestand. Neben dem Kostenaspekt passt auch die Lieferzeit nicht in unsere Kalkulation: Erst 6-8 Wochen nach Vermessung des Rohbaus stünden die Fenster zur Verfügung. Eine solche Wartezeit ist in unserem Zeitplan eigentlich nicht vorgesehen. Bis dahin hatten wir noch keine Vorstellung davon, wie die Rechnung mit rahmenloser Verglasung aussehen könnte. Die für unseren Rohbau zuständige Zimmerei riet auf Grund der Statik (die Südhälfte unseres Hauses steht auf 4 recht dünnen Metallstützen) zunächst ohnehin von rahmenloser Verglasung ab, da diese nur sehr geringe Rohbautoleranzen zuläßt. Kurz darauf konnte sie jedoch einen Glaser ausfindig machen, der auch eine rahmenlose Verglasung für machbar hielt. Allerdings: Der Anschluss der Scheiben an die Wände ist energietechnisch problematisch und kann daher eventuell zur Schwachstelle werden. Über die Zimmerei erhielten wir jetzt zwei Angebote mit rahmenloser Verglasung, beide noch teurer als die Rahmenverglasung. Das günstigere davon schafft die Energievorgaben nur ganz knapp, lässt also keinen Spielraum mehr für Verluste an den Einfassungen. Das teurere der beiden hält zwar den Energiestandard mühelos ein, reisst aber das größte Loch in unser ohnehin schon strapaziertes Budget. Vorteil beider Varianten: Die Lieferzeit liegt bei nur 3 Wochen. Die Entscheidung für die rahmenlose Verglasung ist inzwischen gefallen. Welche der beiden Versionen es werden wird, überlegen wir noch.